Kaufmann/ Kauffrau im Einzelhandel

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AUSBILDUNG ZUM/ZUR KAUFMANN/-FRAU IM EINZELHANDEL

Die Einzelhandelsberufe sind dank der Aufteilung in Wahl- und Pflichtfächer zukunftsorientiert, bedarfsgerecht und flexibel – moderne Berufe für einen modernen Einzelhandel.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Kaufleuten liegt in den Bereichen Kundenberatung und Verkauf, wobei sich Kaufleute in der Ausbildung spezialisieren können: Bekleidung, Sportartikel, Elektrogeräte, Möbel und Wohnbedarf, Uhren, Schmuck, Computer oder Lebensmittel – aus 20 Branchen können angehende Kaufleute diejenige auswählen, die mit dem persönlichen Interesse am besten übereinstimmt. Auch bei der Art der Betriebe haben Kaufleute viele Alternativen. So können sie beispielsweise in Boutiquen, Fachgeschäften, Fachmärkten, Supermärkten oder in Warenhäusern tätig werden.

BRANCHEN DES EINZELHANDELS

1. Bürowirtschaft                                       11. Medizintechnik und Sanitätsfachhandel
2. Diät- und Reformwaren                          12. Pflanzen und Gartenbedarf 
3. Elektrogeräte                                         13. Rundfunk, Fernsehen, Video
4. Foto, Kino, Video                                    14. Schuhe
5. Hausrat, Glas, Porzellan                          15. Spielwaren           
6. Heimwerkerbedarf und Werkzeuge          16. Sportartikel                           
7. Kosmetik, Körperpflege                           17. Textil, Bekleidung          
8. Kraftfahrzeuge, Teile und Zubehör          18. Uhren, Schmuck, Juwelen, Gold und Silberwaren
9. Lebensmittel                                          19. Wohnbedarf 
10. Lederwaren                                          20. Zoofachhandel

Kernkompetenz von Kaufleuten ist es, erfolgreiche Verkaufs- und Beratungsgespräche zu führen. Dazu haben sie nicht nur das notwendige Wissen im Bereich Verkaufspsychologie, sondern sind auch in der Lage, dieses Wissen im Kontakt mit Menschen anzuwenden. Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit sind dazu ebenso Voraussetzung wie fundiertes Wissen über die Produkte. Neben dem unmittelbaren Kundenkontakt haben Kaufleute eine Vielzahl weiterer Aufgaben, die im Hintergrund ablaufen: So ermitteln sie die Bedürfnisse der Kunden, planen ein kundenorientiertes Sortiment, organisieren den Wareneinkauf und verfügen über umfangreiche Kenntnisse zu den Waren des Sortiments. Sie kennen sich in Fragen der Lagerhaltung und Logistik aus und beherrschen die Grundregeln der verkaufswirksamen Warenpräsentation und der Werbung. Sie können kaufmännisch kalkulieren und sind fit im Kassen- und Rechnungswesen.

Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel
Ausbildungsrahmenplan (sachliche und zeitliche Gliederung)


AUSBILDUNGSDAUER

3 Jahre, bei Mittlerer Reife ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit um 6 Monate, bei Abitur um 12 Monate möglich.

AUSBILDUNGSVERGÜTUNG

ab 01.09.2012
1. Ausbildungsjahr 627,00 Euro 
2. Ausbildungsjahr 714,00 Euro 
3. Ausbildungsjahr 816,00 Euro
Die Ausbildungsvergütungen gelten, wenn Tarifgebundenheit besteht (Tarifvertrag vom 12. Aug. 2011 für den Niedersächsischen Einzelhandel).

AUSBILDUNGSABSCHLUSS

Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Einzelhandel

Für Abiturienten können besondere Vereinbarungen zur Kombination mit Fortbildungsabschlüssen (Handelsfachwirt) getroffen werden. Informationen hierzu erhältst du beim
Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen BZE.

ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN UND ANFORDERUNGEN

Gesetzlich ist eine bestimmte Schulbildung nicht vorgeschrieben, jedoch wünschen viele Betriebe den qualifizierten Hauptschulabschluss mit guten Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik. Darüber hinaus gibt es je nach Branche und Unternehmen teilweise weitere Einstellungsbedingungen. Für den Beruf eignen sich Jugendliche, die kontaktfreudig sind, Verhandlungsgeschick und Spaß am Umgang mit Menschen haben, sprachgewandt und aufgeschlossen sind, ein sympathisches, freundliches Auftreten und ein gutes Personen- und Zahlengedächtnis haben und die ihre Interessen (z.B. an Mode, Sport oder Technik) in den Beruf einbringen möchten. 

WEITERBILDUNG

Der Abschluss als Kaufmann bzw. Kauffrau im Einzelhandel ist eine ausgezeichnete Basis, um sich im Handel weiter zu entwickeln und erfolgreich zu sein. Zum Beispiel als Substitut, alsAbteilungsleiter, EinkäuferPersonalchef,WerbeleiterFilialleiterGeschäftsführer und nicht zuletzt als selbstständiger Unternehmer. Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung bieten Fachschulen des Einzelhandels sowie Fachkurse und Seminare. Beispielsweise: Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Weiterbildung zum Fachkaufmann bzw. Fachkauffrau z. B.: Personalfachkaufmann/-kauffrau, Fachkaufmann/-kauffrau für Marketing.